Judith Hagen

News

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Umrundung

Am 28.05.2021 habe ich die Akademie der Bildenden Künste München umrundet und in einem Schreibfluss alle akustischen Wahrnehmungen festgehalten.

Es ist daraus ein Text entstanden.

Auf der Webseite der AdbK München zur Jahresausstellung 2021 ist von mir ein Beitrag zu finden, in dem ich diesen Text vorlese.

https://quereinstiegsklasse-adbk.de/

Score – Feldforschung zur Wahrnehmung

Am 2.7.2021 habe ich an neun Personen eine Handlungsanweisung gerichtet.

Zunächst erfolgte eine Einteilung in zwei Gruppen, eine mit fünf und eine mit vier Personen. Die beiden Gruppen agierten unabhängig und abgetrennt voneinander.

Die Gruppe mit den fünf Personen sollte sich in Abständen auf einer Wiese verteilen. Jeder bekam einen Stift und ein Blatt Papier. Für zehn Minuten sollten alle gleichzeitig alle Wahrnehmungen aufschreiben, auf die sie aufmerksam wurden. Ähnlich wie beim Automatischen Schreiben sollte möglichst unfiltriert ein Schreibfluss entstehen, der eine zeitlich Abfolge aufzeigt.

Die zweite Gruppe mit den vier Personen wird an vier abgesteckten Ecken eines quadratischen Feldes platziert. Jeder bekommt einen Umschlag mit einem Folienstift, einer Folie, auf der ein großes Quadrat eingezeichnet ist und einen Brief mit der Handlungsanweisung. Die vier Personen sollen ausgehend von der Ausgangsposition an der Ecke des Feldes langsam das Spielfeld erkunden und dabei jede Wahrnehmung als Notiz auf der Folie festhalten. Dabei sollte hervorgehen, an welcher Stelle im Spielfeld welche Wahrnehmung gemacht wurde und mit einem Pfeil vermerkt werden, aus welcher Richtung das Wahrgenommene gekommen ist. Mit den Aufzeichnungen sollte sich der zurückgelegte Weg auf der Karte nachvollziehen lassen. Die Teilnehmer gehen selbstständig nach einiger Zeit auf ihre Ausgangsposition zurück und damit ist der Score beendet.

Nach Beendigung des Scores trafen die beiden Gruppen aufeinander und haben sich gegenseitig von ihren Aufgaben berichtet und die Ergebnisse gesichtet. Bei den verfassten Texten zeigte sich, dass äußerlich ähnliche Dinge wahrgenommen wurden, die inneren Reaktionen darauf aber durchaus unterschiedlich waren.
Bei der zweiten Gruppe sind auf den Folien komplexe Aufzeichnungen entstanden, die eigene Codes und Darstellungsformen aufzeigen. Es wurden teilweise ähnliche Ereignisse festgehalten, aber auch persönliche Empfindungen aufgeschrieben. Außerdem spielte die gegenseitige Wahrnehmung der Mitspieler eine Rolle.

Kleine Wand – Essen und Verdauen

Ausstellung mit aktuellen Arbeiten in der Akademie der Bildenden Künste am 10. Juni 2021

Zu sehen ist

whocaresaboutmydailyfoodpost

Ernährungstagebücher und Audioaufnahme “Blaubeere und Kaffe am 29.5.2021 nach dem Frühstück”

Übermalung Playmates mit Blähbauch

Übermalung Patienteninformationsblätter

Fotogramme mit fiktiven Einblicken in den Darm

Vor der Endoskopie

alles easy

Überarbeitungen
Bleistift, 21 x 59 cm
Acryl, 21 x 30 cm
März 2021

Blähungen – erste Überlegungen

Attraktiv mit Blähbauch

Übermalung, 41 x 27 cm
Dezember 2020

Muxes in progress

Who cares about my daily food post

Ausgehend von dem beobachteten Verhalten, stets vor dem Verzehr sein Essen zu fotografieren und online zu stellen, habe ich einen Selbstversuch gestartet.

Da mir das Zeichnen näher liegt als das Fotografieren habe ich auf einen quadratischen Block (fast) jede Mahlzeit gezeichnet, bevor ich sie gegessen habe.

Das Projekt ging so lange, bis der Block voll war.

Anschließend habe ich einen Instagram-Account namens “Whocaresaboutmydailyfoodpost” erstellt und analog zu den Einträgen auf meinem Block täglich mehrfach Essensbilder online gestellt. Die Bilder wurden mit Hashtags verschlagwortet.

Radierungen – work in progress

Cyanotypie in progress

Bildhauerei an Ostern